Achtsamkeit-Stress reduzieren

Achtsamkeit und Stress reduzieren

Der neue Trend – Stress reduzieren mit Achtsamkeit

Achtsamkeit wird zwischenzeitlich in den Medien als Stressprävention oder zum Stressabbau angepriesen. Für den einen oder anderen stellt sich natürlich die Frage, ob Achtsamkeit wirklich gegen Stress hilft? Dafür gibt es, wie so oft im Leben, keine absolute Antwort. Achtsamkeit kann bei Stress helfen. Als Anfänger kannst du aber durchaus noch Stress empfinden, wenn noch so viele Dinge zu erledigen sind. Bewusstes Sein schüttelst du nicht einfach so aus dem Ärmel, dazu gehört etwas Übung, Engagement und Selbstreflektion.

Warum wird Achtsamkeit als Stressbewältigung angeboten?

Zwischenzeitlich konnte nachgewiesen werden, dass sich Achtsamkeit beruhigend auf unser Nervensystem auswirkt. Automatismen werden eher gehemmt und durch eine achtsamere Lebensweise können stressbedingte Erkrankungen vermindert werden. Die innere Einstellung bzw. Haltung wird verändert. Der achtsame Mensch ist sich seiner Gefühle bewusst und offen für die Gefühle anderer. Er kann seinen Fokus eher auf seine Aufgaben richten und mit Neutralität betrachten. Achtsamkeit kann auch die Kommunikation verbessern und Missverständnissen vermindern.

Stress entsteht oft durch alte Muster und Prägungen

Schauen wir uns einmal deine eigenen Erwartungen an. Wir sind geprägt durch unseren Lebensweg mit all den Erfahrungen und Mustern, die wir uns im Laufe der Zeit angeeignet haben.

Musst du wirklich 100 % Leistung bringen und immer vorne mit dabei sein? Trete doch einmal einen Schritt zur Seite und betrachte dein Leben. Warum bist du überzeugt immer alles perfekt und zu 100 % machen zu müssen? Oder du beeilst dich über alle Maßen und vielleicht ist dies gar nicht notwendig. Gibt es Dinge, die du zwar erledigst, aber du fühlst dich dabei unwohl? Nimm dir Zeit und analysiere dein Leben. Welche Dinge könntest du loslassen oder verändern? Versuche dich von belastenden Menschen und Situationen zu lösen.

Fazit: Achtsamkeit kann dir hier dienen, dein Leben und deine Gefühle klarer zu sehen und wichtige Entscheidungen zu treffen. Durch diese Klarheit kannst du ruhiger und besonnener werden. Der Nebel lichtet sich und du gelangst zu einem klaren neutralen Blick auf die Dinge.



Stress entsteht auch durch reines Funktionieren

Wenn du den ganzen Tag arbeitest und einfach eine Aufgabe nach der anderen erledigst, kaum innehältst und funktionierst wie eine Maschine, kann dies unbewusst zu Stress führen.

Übung: Probiere es einmal aus und stelle dir einen Wecker (Handy). Sei einfach einmal neugierig auf dich selbst:

  • Jede Stunde nimmst du dir zwei Minuten Zeit und notierst dir was du gerade getan hast. Setz dich dazu kurz hin und atme tief durch und mache dir deine jetzige Tätigkeit bewusst.
  • Dann fühle in dich hinein, wie fühlst du dich? Denke nicht darüber nach, sondern erfühle es und registriere es nur. Gibt es in deinem Körper ein Unwohlsein, während der Tätigkeit? Notiere es.
  • Schreib es nieder und mache diese Aufgabe zwei Wochen lang.
  • Nach der zweiten Woche überlege dir, wie du den Stress reduzieren könntest.
  • Hinterfrage dich, ohne dir selbst oder anderen Vorwürfe zu machen. Wie kann ich in Zukunft handeln und achtsamer im Alltag sein?
  • Überlege dir dabei auch, welchen Stress du dir selbst machst (Erwartungen) und welcher Stress von außen kommt.

Richte deinen Fokus nur auf Menschen und Tätigkeiten, die dir guttun, oder ziehe deine Grenzen.

Ein Beispiel zur Veranschaulichung

Stell dir vor, du rennst mit voller Geschwindigkeit in einem großen Labyrinth die verschiedenen Gänge und Abzweigungen entlang. Irgendwann möchtest du ein Ziel erreichen und das möglichst schnell, also beeilst du dich. Einen Gang hast du bereits passiert, dann kommt der nächste und dann wieder der nächste. Dein Ziel ist irgendwo, aber vor lauter Rennen und Beeilen findest du nicht den richtigen Weg.

Wie kann achtsames Verhalten bei diesem Labyrinth helfen?

Durch Innehalten, durchatmen und sich hinterfragen. Müssen die alten Wege immer wieder begangen werden? Gibt es nicht neue bessere Wege, die dich effektiver zum Ziel führen?

Was nützt es dir, stressgeplagt einen Weg entlangzuhechten, wenn du dein Ziel auch auf eine andere Weise erreichen könntest.

Fazit

Unser hektisches Leben verlangt viel von uns ab, doch es liegt an uns zu entscheiden, wie wir das Ziel erreichen.
Auch liegt es in stressigen Situationen an uns, wie wir mit ihnen umgehen.
Wenn du Stress reduzieren möchtest, nützt es keinem, wenn du dich verausgabst und der Stress dich krank macht.

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