Achtsamkeitstraining-Koerperfuehluebungen

Körperwahrnehmung und Achtsamkeitstraining

Körperfühlübungen als Achtsamkeitstraining für ein besseres Wohlgefühl

Beim Achtsamkeitstraining ist die Körperwahrnehmung als Grundlage sehr wichtig. Ich begegne vielen Menschen, für die eine Wahrnehmung des eigenen körperlichen Befindens nicht selbstverständlich ist. Warum ist das hier wichtig? Wenn eine Situation oder ein Moment Unwohlsein hervorruft, ist es von Vorteil, auch die körperliche Entsprechung dafür zu registrieren.

Wenn du gestresst bist, dann verkrampfst du meistens. Deine Atmung geht flach und schnell. Dein Körper reagiert auf Stress mit Anspannung. Dies sind noch Veranlagungen aus der Urzeit. Stress bedeutet Gefahr und somit stellt sich dein Körper auf Gefahr und Abwehr ein.

Dies bedeutet auch, die eigene körperliche Wahrnehmung zu verbessern. Dadurch lernst du bewusst deinen Körper und deinen Stress besser kennen. Du kannst dann in Zukunft bewusst entgegensteuern und dein Verhalten ändern.



Schüler: „Wie kann ich mein Selbst-Wesen wahrnehmen?“
Meister: „Dein Selbst-Wesen ist das, was wahrnimmt. Ohne es gibt es keine Wahrnehmung.“

Aus dem Zen-Buddhismus

Übung:

Lege dich bequem auf eine Liege und stelle dir einen roten Punkt auf deiner linken Hand vor. Du spürst dich in diesen Bereich hinein. Wenn dir dies nicht gelingt, lege deine rechte Hand auf diese Stelle. Wandere in Gedanken mit der Vorstellung des roten Punktes oder mit deiner Hand nun über deinen Körper.

Zuerst auf den Ellbogen, dann auf die Schultern. Versuche, dich in diesen Bereich hineinzufühlen. Spüre die jeweilige Stelle, ihre Wärme und das Pulsieren deines Blutes. Mit der Hand kannst du dein Gefühl intensivieren. Lass deine Aufmerksamkeit eine kurze Zeit auf diesen Bereichen.

Wandere nun weiter zu deinem Brustbereich. Spüre dich auch in diesen Bereich hinein. Fühle den Atem, der durch deinen Körper fließt, das Heben und Senken des Brustkorbs. Verbleibe einige Zeit mit deiner Aufmerksamkeit im Brustbereich.

Gehe nun weiter zu deinem Oberbauch. Fühle dich auch in diesen Bereich intensiv ein. Spüre, wie sich dein Körper in diesem Bereich anfühlt. Stell dir hier eine wärmende Sonne vor. Wie sie mit ihren warmen Strahlen deinen ganzen Körper versorgt. Fühle dich in diesem Bereich hinein und auch in das Heben und Senken durch deinen Atem.

Die Reise geht nun weiter zu deinem Unterbauch. Spüre hier die Wärme deines Körpers. Das Heben und Senken deines Unterbauches. Genieße diesen Kontakt mit dir selbst.

Nun fühle dich in deinen Becken hinein. Spüre auch hier die Wärme deines Körpers. Wie fühlt sich dieser Bereich für dich an?

Weiter geht es zu deinen Oberschenkeln. Wie fühlen sie sich an? Spüre die Wärme und die Beschaffenheit der Oberfläche.

Jetzt geht es weiter zu den Knien. Spüre hier die Oberfläche. Wie fühlst du dich hier an?

Gehe nun weiter zu den Unterschenkeln, fühle dich hier ein. Wie fühlt sich die Oberfläche an? Spüre die Wärme deiner Haut.

Weiter geht deine Reise zu den Knöcheln. Wie fühlen sie sich an? Sind sie warm oder kalt?

Fühle nun deine Füße und wackele etwas mit den Zehen. Spüre auch hier diesen Bereich und fühle dich in jeden Zeh einzeln ein. Bewege sie ganz bewusst.

Nun wandere mit deinem Gefühl für dich selbst wieder hoch bis zum Hals. Nimm dir bei jeder Station etwas Zeit und spüre dich in diesen Bereich ein.

Jetzt fühle dich in deinen Hals hinein. Spüre die Wärme, die von diesem Bereich ausgeht.

Weiter geht es zum Gesicht. Versuche jede Gesichtspartie einzeln wahrzunehmen. Lass dir dafür Zeit. Beachte dabei auch deine Stirn. Wenn du magst, kannst du sie noch runzeln und diese Bewegung auch wahrnehmen.

Wandere nun weiter zu deinen Ohren. Wie fühlen sie sich an? Konzentriere dich nur auf deine Ohren.

Zum Schluss fühle dich noch in deine Kopfhaut ein. Wie fühlt es sich an? Versuche sie etwas zu bewegen, zieh die Stirn hoch und fühle die Bewegung.

Aufgabe:

  • Übe diese Körperfühlübung regelmäßig, damit du eine bessere Körperwahrnehmung entwickelst

  • Wenn du Stress hast, spüre, wie sich dein Körper verhält

Fazit

Körperfühlübungen sind wichtig für die eigene Stresswahrnehmung und den daraus resultierenden Folgen.
Sie ermöglichen eine bessere Lebensqualität.

* Partnerlinks. Letzte Aktualisierung am 2.03.2018 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API