Schritt 1: Die innere Ruhe finden – wie geht das?

Es ist der Wille, eine Handlung oder Situation bewusst und sachlich zu betrachten.

Im Grunde ist es ein Training bzw. langfristige Übung.
Die Voraussetzung ist der Wille zur Selbstreflexion:

  • Warum bin ich jetzt in der Situation?
  • Wie habe ich gehandelt? Analysiere dabei auch deine Stärken und Schwächen.
  • Welche Personen sind beteiligt?
  • Wie fühle ich mich dabei?
  • Wie kann ich zu einem für mich positivem Ergebnis gelangen?

Um zur inneren Ruhe zu finden ist es ratsam, dass du regelmäßig, am besten täglich, dir eine halbe Stunde Zeit nimmst und über folgendes nachdenkst:

  • Wie war mein Tag?
  • Was war am heutigen Tag positiv und was war negativ?
  • Weshalb waren bestimmte Situationen positiv für mich und welche Personen oder Gegebenheiten haben dies eventuell beeinflusst? Habe ich selbst für eine positive Gegebenheit gesorgt und warum?
  • Weshalb waren bestimmte Situationen negativ und welche Personen waren involviert und gab es Einflussfaktoren die dies beeinflusst haben? Habe ich durch meine Reaktionen für einen negativen Ausgang gesorgt und warum?
  • Was kann ich daraus lernen und in Zukunft verstärken oder besser machen?

Wozu das alles?

Im Grunde geht es bei dem Thema innere Ruhe finden und Gelassenheit lernen darum, sich selbst besser kennenzulernen und aus eigenen Stärken und Schwächen zu lernen. Aus dieser Bewusstmachung kann die Kraft und auch die Übung für ein anderes Handeln in deinem Leben entstehen.

Ich empfehle dir eine Tabelle anzulegen, ähnlich einem Tagebuch, in dem du deinen Tag reflektierst und über Lösungen nachdenkst. So bist du schon einmal auf wiederkehrende schwierige Situationen vorbereitet und kannst auf deine Lösung hinsteuern.

Als Hilfestellung biete ich dir hier ein Arbeitsblatt an, mit dem du schon einmal arbeiten kannst.



Je mehr du dich selbst kennengelernt hast, desto ruhiger und entspannter kannst du auf unerwünschte Situationen reagieren.

Vor Risiken und Nebenwirkungen sei gewarnt

Hier ist eine wichtige Information für dich: Jeder Mensch lebt in einem Umfeld bzw. Gruppe. Es gibt die Gruppe der Familie, eine Gruppe mit Arbeitskollegen, Nachbarn, Sportvereine, Freundeskreis etc. Du kannst das beliebig erweitern. Eine Gruppe kann auch nur aus 2 Personen bestehen.

Wenn du dich nun auf den Weg einer persönlichen Änderung befindest, dann änderst du auch dein Verhalten. Dein Umfeld wird dies auf kurz oder lang spüren und auch dementsprechend reagieren. Optimal wäre natürlich, dass du sie ebenfalls positiv beeinflusst. Je ruhiger und gelassener du bist, desto weniger Reibung erzeugt das Miteinander. Eine negative Folge der Veränderung könnte aber sein, dass dein Gegenüber sich benachteiligt bzw. unterlegen fühlt oder auch nicht mehr den Nutzen aus einer dysfunktionalen Beziehung ziehen kann. Ich persönlich beschreibe diese Menschen als Energieräuber. Sie versuchen möglichst viel Energie bei der jeweiligen Person abzuzapfen, ohne auch nur im Ansatz etwas zurückzugeben.

Was mache ich mit diesen Energieräubern?
In einem anderen Artikel beschäftige ich mich noch mit diesem Thema. Aber ein ganz wichtiger Satz ist und bleibt:

Du kannst die anderen nicht ändern, aber du dich selbst schon.

Aufgaben

Lade dir die Arbeitsblätter herunter und nutze sie für die folgenden Übungen in Selbstreflexion. Sei beim Üben geduldig und ruhig. Denke daran, eine Veränderung benötigt etwas Zeit.

Download ArbeitsblattWas belastet mich?

Dieses Arbeitsblatt kannst du ganz am Anfang einmal ausfüllen. Es hilft dabei die eigenen Probleme mit sich, mit anderen und mit belastenden Situationen bewusst zu machen. Dies schafft einen wichtigen Ausgangspunkt für die weiteren Schritte.

Download ArbeitsblattWie war mein Tag?

Dieses Arbeitsblatt solltest du mindestens 14 Tage lang benutzen, um ein Gefühl für den Vorgang der Selbstbeobachtung zu entwickeln.

innere ruhe finden

* Partnerlinks. Letzte Aktualisierung am 28.02.2018 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API